Gesundheit

Studie zeigt: Fast 64 % des abgefüllten Wassers in den USA ist nur Leitungswasser – hier sind die Marken

Woher stammt Flaschenwasser in den USA wirklich?

Aktuellen Umfragen zufolge werden rund 64 % des in den USA verkauften Flaschenwassers aus kommunalen Wasserwerken bezogen – also aus denselben Leitungswasserquellen, die auch privaten Haushalten zur Verfügung stehen.

Noch problematischer: Einige Hersteller unterziehen dieses Wasser nur einer minimalen Aufbereitung, bevor es in Flaschen abgefüllt wird. In einzelnen Fällen überschreiten ihre Produkte sogar zulässige Grenzwerte für Verunreinigungen. Das wirft grundlegende Fragen zur Transparenz auf – und dazu, ob Verbraucher tatsächlich das erhalten, was sie zu bezahlen glauben.


Marken im Fokus: Transparenz und Verunreinigungen

Bestimmte Marken sind aufgrund ihrer Wasserqualität in die Kritik geraten. Besonders häufig genannt werden:

Studie zeigt: Fast 64 % des abgefüllten Wassers in den USA ist nur Leitungswasser – hier sind die Marken
  • Sam’s Choice (Walmart)
  • Acadia (Giant Food)

Studien zeigen, dass Sam’s Choice zeitweise die strengeren Sicherheitsstandards für Flaschenwasser des Bundesstaates Kalifornien überschritten hat. Das ist besonders bedenklich, da Verbraucher hier für ein Produkt zahlen, das als qualitativ hochwertiger beworben wird als normales Leitungswasser.

Acadia stand vor ähnlichen Vorwürfen. Auch hier wurden erhöhte Belastungen festgestellt, was den Verdacht verstärkt, dass sich in manchen Flaschenwasserprodukten versteckte Gesundheitsrisiken verbergen.

Demgegenüber gibt es Marken, die als positives Beispiel für Transparenz und Qualität gelten:

  • Gerber Pure Purified Water
  • Nestlé Pure Life Purified Water
  • Penta Ultra-Purified Water

Diese Unternehmen veröffentlichen offen Informationen zu:

  • Herkunft ihrer Wasserquellen
  • eingesetzten Reinigungs- und Aufbereitungsverfahren
  • Sicherheits- und Qualitätsgarantien

Durch diese offene Kommunikation konnten sie in einem von Intransparenz geprägten Markt das Vertrauen vieler Verbraucher gewinnen.


Flaschenwasser vs. Leitungswasser: Was ist wirklich sicherer?

Auf den ersten Blick wirkt Flaschenwasser oft wie die sicherere und hochwertigere Option. Edle Verpackungen, Begriffe wie „rein“, „natürlich“ oder „ultra-gefiltert“ sowie Bilder von Bergen und Quellen vermitteln den Eindruck, dass Flaschenwasser dem Leitungswasser deutlich überlegen sei.

Bei genauerer Betrachtung ergibt sich jedoch ein anderes Bild:
In vielen Fällen schneidet Leitungswasser in den USA hinsichtlich Sicherheit, Regulierung und Transparenz besser ab als abgefülltes Wasser.

Strengere Kontrollen für Leitungswasser

Öffentliche Wassersysteme unterliegen der Aufsicht der Environmental Protection Agency (EPA). Diese Behörde schreibt unter anderem vor:

  1. Hohe Sicherheitsstandards für Trinkwasserqualität
  2. Regelmäßige Tests auf eine Vielzahl von Schadstoffen
  3. Berichtspflichten gegenüber der Öffentlichkeit

Studien haben hingegen gezeigt, dass bestimmte Arten von Flaschenwasser mit kritischen Stoffen belastet sein können, darunter:

  • Arsen
  • Mikroplastik
  • chemische Nebenprodukte der Aufbereitung

Damit wird klar: Flaschenwasser ist nicht automatisch sauberer oder sicherer als Leitungswasser. In vielen Fällen ist Leitungswasser sogar strenger reguliert und besser überwacht, während bei Flaschenwasser die Kontrollen oft weniger transparent und uneinheitlich sind.