Hausgemachtes Avocadoöl: Natürliche Schritt-für-Schritt-Anleitung
Avocadoöl selber zu machen ist eine einfache und natürliche Möglichkeit, deinen Körper innen und außen zu verwöhnen. Das Öl ist reich an den Vitaminen A, D und E, voller Antioxidantien und gesunder Fette. Es eignet sich hervorragend für Hautpflege, Haarpflege und sogar zum Kochen.
Der große Vorteil: Selbstgemachtes Avocadoöl kommt ohne künstliche Zusätze, Konservierungsstoffe oder fragwürdige Inhaltsstoffe aus.
In dieser Anleitung erfährst du, wie du Avocadoöl Schritt für Schritt herstellst, welche Vorteile es bietet und wie du es im Alltag optimal nutzen kannst.

Vorteile von Avocadoöl
Bevor du mit der Zubereitung beginnst, lohnt sich ein Blick auf die wichtigsten Pluspunkte von selbstgemachtem Avocadoöl:
1. Intensive Pflege und Regeneration der Haut
Dank des hohen Vitamin-E-Gehalts unterstützt Avocadoöl:
- tiefenwirksame Feuchtigkeit
- die Minderung von Pigmentflecken
- die Beruhigung gereizter Haut
- den Schutz vor vorzeitiger Hautalterung
Ideal bei trockener, sensibler oder strapazierter Haut.
2. Stärkeres, glänzendes Haar
Als Haarmaske oder Leave-in-Pflege hilft Avocadoöl:
- trockenes oder geschädigtes Haar zu reparieren
- Frizz und fliegende Haare zu reduzieren
- Glanz und Geschmeidigkeit zu verbessern
- das Haarwachstum durch eine besser gepflegte Kopfhaut zu unterstützen
3. Wertvolle Fette für den Körper
In der Küche verwendet, liefert Avocadoöl:
- einfach ungesättigte Fettsäuren, insbesondere Ölsäure
- Unterstützung für Herz-Kreislauf-Gesundheit
- eine bessere Verdauung, wenn es in Maßen in die Ernährung integriert wird
Zutaten für selbstgemachtes Avocadoöl
Für beide Methoden benötigst du:
- 4–6 reife Avocados (je reifer, desto besser)
- eine Pfanne oder Backblech (für die Methode mit Hitze)
- ein feines Sieb oder Mulltuch / Musselinstoff
- ein dunkles Glasgefäß mit Deckel zur Aufbewahrung
Methode 1: Avocadoöl durch Erhitzen gewinnen
Diese Methode ist schneller und ideal, wenn du sehr reife Avocados rasch verwerten möchtest.
Schritt 1: Avocado vorbereiten und pürieren
- Avocados schälen, entkernen und das Fruchtfleisch herauslösen.
- Das Fruchtfleisch mit einer Gabel oder in einem Mixer zu einer möglichst glatten Paste verarbeiten.
Schritt 2: Langsam erhitzen
- Die Avocadopaste in eine Pfanne geben.
- Bei mittlerer bis niedriger Hitze etwa 45 Minuten unter häufigem Rühren erwärmen.
- Die Masse sollte langsam dunkler werden und einen tiefbraunen Ton annehmen – so löst sich das Öl aus der Frucht.
Schritt 3: Öl abseihen
- Die warme Masse durch ein feines Sieb oder ein Musselintuch geben.
- Gut ausdrücken, damit möglichst viel Öl herausgepresst wird.
- Das resultierende Avocadoöl hat idealerweise eine dunkelgrüne Farbe.
Schritt 4: Richtig lagern
- Das Öl in eine dunkle Glasflasche oder ein dunkles Schraubglas füllen.
- Kühl, trocken und lichtgeschützt aufbewahren.
Bei guter Lagerung ist das Öl etwa 6–8 Monate haltbar.
Methode 2: Kaltgepresstes Avocadoöl (ohne Hitze)
Wenn du ein möglichst naturbelassenes Öl ohne Wärmeeinwirkung bevorzugst, ist diese Methode optimal – sie braucht allerdings mehr Zeit.
Schritt 1: Pürieren und fermentieren lassen
- Das Avocadofruchtfleisch zu einer glatten Creme pürieren.
- In ein sauberes Gefäß geben und abdecken.
- Die Masse 2–3 Tage bei Zimmertemperatur stehen lassen, bis sie leicht zu fermentieren beginnt.
So trennt sich das Öl langsam von der Frucht.
Schritt 2: Öl auspressen
- Die fermentierte Avocadomasse in ein Musselintuch oder ein anderes feines Tuch geben.
- Stück für Stück kräftig auswringen, um das Öl zu gewinnen.
- Dieser Vorgang kann etwas dauern, schont aber die hitzeempfindlichen Nährstoffe.
Schritt 3: Abfüllen und lagern
- Das gewonnene Öl in ein dunkles Glasgefäß füllen.
- Genauso wie beim ersten Verfahren kühl, trocken und vor Licht geschützt aufbewahren.
Anwendungsmöglichkeiten für Avocadoöl
So kannst du dein selbstgemachtes Avocadoöl vielseitig nutzen:
-
Für die Haut:
Einige Tropfen auf das gereinigte Gesicht oder trockene Hautstellen geben und sanft einmassieren. Ideal als Nachtpflege oder als tägliche Feuchtigkeitsversorgung. -
Für das Haar:
Großzügig in Längen und Spitzen geben, 20 Minuten (oder länger) einwirken lassen und anschließend wie gewohnt waschen.
Alternativ ein paar Tropfen in den Conditioner mischen. -
In der Küche:
Perfekt für Salatdressings, zum Verfeinern von Gemüse oder als Ersatz für Butter auf Brot und Toast. Achte darauf, das Öl nicht zu stark zu erhitzen, um die Nährstoffe zu erhalten.
Wichtige Tipps für bestes Ergebnis
- Verwende nur sehr reife, aber nicht verdorbene Avocados – sie sollten weich, aber nicht faulig sein.
- Bewahre das Öl nicht in Kunststoffbehältern auf; Glas ist die bessere, neutralere Wahl.
- Wenn sich Geruch, Geschmack oder Farbe stark negativ verändern, das Öl besser entsorgen und eine frische Charge herstellen.
- Arbeite so sauber wie möglich, um die Haltbarkeit zu verlängern.
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Fazit
Avocadoöl selber zu machen ist eine einfache, kostengünstige und nachhaltige Möglichkeit, die zahlreichen Vorteile dieser vielseitigen Frucht zu nutzen. Ob als natürliche Hautpflege, intensives Haaröl oder gesunde Zutat in der Küche – hausgemachtes Avocadoöl ist ein kraftvoller Allrounder für deinen täglichen Alltag.


